Viele Unternehmen entdecken die Möglichkeiten von Gedichten für ihre Unternehmenskommunikation. Für einige wenige Poetry SlammerInnen ist das eine gute Einnahmequelle und eine große Herausforderung. Meine Lieblingsaufgaben waren Texte für Alnatura, Wempe, die VG Wort, das Kongresszentrum Frankfurt, die Region Mittelhessen und das Bundesprogramm Sprach-Kitas. Die Texte sind alle als Video erhätlich auf dieser Seite.
Dieses Jahr kommen ganz besondere neue Texte dazu: Prostatakrebsoperationen, ein österreichisches Urlaubsgebiet und viele mehr. In diesem Auftragstext ging es um Supply Chain Management. Ich hoffe, ich konnte erklären, was das ungefähr ist:
Mit kleinen Verlagen ist es ähnlich wie mit kleinen Fußball-Vereinen: was wäre die Liga ohne Freiburg, Darmstadt oder Borussia Dortmund? Ein seelenloser Klumpen Kommerz. Deswegen freut es mich, dass der Satyr Verlag, der sowohl “Holger, die Waldfee” als auch “Die Kuh vom Eis” und “geblitzdingst”rausgebracht hat, seinen Vertrieb jetzt in die eigenen Hände nimmt und einen neuen Onlineshop hat. So spart man sich den Umweg über garstige Versandhäuser.
Als ich 2013 mit “Holger, die Waldfee” begann und dann mit “Nicht schlecht, Herr Specht” weitermachte, staunte ich nicht schlecht, dass am Ende ein Buch voller Redensarten dabei rauskam. Und irgendwie lief es weiterhin ganz gut und die nächsten 11 Gedichte wurden fertig. 20.000 Mal wurde Holger verkauft, mit “Die Kuh vom Eis” jagen wir jetzt diese erstaunliche Zahl. Mal schau’n.
Am besten bestellt man nicht beim Amadingsda, sonder hier oder beim lokalen Buchhändler, oder ihr besucht mich live auf einem Slam oder so, da habe ich es oft dabei.
Slam Poetry in Buchform, das ist eine Geschichte voller desaströser Niederlagen für beide Seiten. Als Zeuge und Teil einiger dieser Unglücke nahm ich mir vor, nur noch druckbares, wahres und lohnendes der Öffentlichkeit zu präsentieren. Nach den großenen Erfolgen von “Holger, die Waldfee” und “geblitzdingst” darf ich mich nun auf “Die Kuh vom Eis freuen”, die am Indiebookday am 18. März im Satyr-Verlag erscheinen wird und hier vorbestellbar ist.
11 neue Gedichte über 11 Redensarten, wie gewohnt, trotzdem neu.
Ich glaube manchmal, dass die Leute, die das TV Programm machen, zu den Leuten, die das Radioprogramm machen, sagen: “Könnt ihr bitte den Lars Ruppel einladen? Wir wollen was zum Thema Poetry Slam, aber mit der Fresse verlieren wir Quote”. Schon wieder durfte ich in ein Studio und mich gut unterhalten. Diesmal mit hr info.
Es ist ein herrliches Gebäude, in dem der SWR in Stuttgart lebt. Der Spaziergang zurück war auch schön und das Hotel, in dem ich schlief war auch schön. Besonders das Frühstück. Übrigens: Praxisschock, der Poetry Slam der ReferendarInnen war innerhalb kürzester Zeit ausgebucht. Krass.
Petra Anders ist soetwas wie die intellektuelle Geschäftsführerin der Poetry Slam Szene und hat mir Ihrer Arbeit Poetry Slam als Unterrichtsthema überhaupt erst möglich gemacht. Jetzt hat sie ein tolles neues Projekt und ich darf ein Teil davon sein.
Beim “Praxisschock” treten ReferendarInnen nach dem Besuch von vier Workshops von mir und Petra Anders mit ihren selbstgeschriebenen Texten gegeneinander an. Wir wollen eure Texte über diese wild-verwegene Zeit eurer Ausbildung hören!
Alles im Podewil Berlin:
15. Februar, 17 – 20 Uhr Workshop mit Petra Anders
13. März, 17 – 20 Uhr Workshop mit mir
18. Mai, 17 – 20 Uhr Workshop mit Petra Anders
30. Juni, 16 – 18 Uhr Workshop mit mir
und am 30. Juni, 20 Uhr, Praxisschock Slam.
Die Workshops können auch ohne Slamteilnahme besucht werden und beim Slam kann man als Referendarin auch ohne Workshopteilnahme mitmachen.
Da gab es ein schönes Interview mit Deutschlandradio Wissen. Was man nicht hört: Meine Finger liegen zu Eiskristallfragmenten zerbrochen auf dem Tisch vor mir. Ich hatte vergessen meine Handschuhe anzuziehen und bin mit dem Fahrrad durch die Kälte gedüst und war es schon zu spät.
Es geht um Poesie für Menschen mit Demenz, das neue Buch “Die Kuh vom Eis”, das im März bei Satyr erscheint, mein Weg zum Poetry Slam und alles mögliche. Ich mag diese netten Gespräche mit netten Menschen. Ich hoffe, dass die Leute fleissig Radio hören, denn dann werden sie vielleicht auch gute Leute.
Der Verkauf von “geblitzdingst” läuft übrigens super! Die zweite Auflage ist schon im Druck