Jetzt schon das Weihnachtsgeschenk vorbestellen!

Juli 30th, 2014

Im Oktober erscheint im Satyr Verlag meine Textsammlung “Holger die Waldfee”, mit insgesamt 11 Gedichten über Redensarten, größtenteils bekannt von den vielen Poetry Slams, auf denen ich so rumfalle. Ich finde, dass das ein gutes Weihnachtsgeschenk ist, auch für Leute, die keine Slam Poetry mögen. Wirklich.

Wenn man auf das Foto klickt, dürfte man auf die Bestellseite kommen.

Das neue “Buch”

Mai 16th, 2014

“Buch” ist so ein großes Wort. Alles was rechteckig ist und aus Papier besteht wird “Buch” genannt und alle erstarren in Ehrfurcht. Dabei ist das heutzutage nichts Besonderes mehr. Trotzdem freue ich mich, dass der Satyr Verlag meine Texte drucken wird. Drin sind 10 Stücke Slam Poetry. Ab Oktober kann man es haben. Es heißt “Holger die Waldfee”. Darin sind Illustrationen des Künstlers Eyke Röhrs. Hier seine Skizze von “Mein lieber Herr Gesangsverein”, in die ich mich gleich verliebt habe.

Der arme kluge Kollege Julius Fischer gegen den doofen Mainstream

April 1st, 2014

Julius Fischer ist ein toller Autor und Slam Poet aus Leipzig. Er veröffentlichte beim wichtigekulturarbeitleistenden Verlag Voland&Quist sein Buch “Die schönsten Wanderwege der Wanderhure”. Guter Titel, sicherlich gute Texte, ich habe es nicht gelesen. Der Verlag Knaur und Droemer oder wie die heißen haben nun vor Gericht durchgepumpt, dass das Buch unter diesem Titel nicht mehr verkauft werden darf, ab September glaube ich. Dem Vorwurf, Julius habe seinen Titel so gewählt, damit er im Fahrwasser des Erfolgstitels “Die Wanderhure” mitschwimmen kann, wurde stattgegeben. Ich bin nicht klug, klug sind andere, zum Beispiel Volker Strübing, der es hier auf den Punkt bringt.

Ich denke, dass hier Wirtschaftsinteressen über Kunstfreiheit gesiegt haben. Ich hoffe, dass der Verlag die komplette Auflage verkaufen kann. Mein Buch, das im Oktober beim Satyr Verlag erscheinen wird, wird wohl “Holger die Waldfee heißen”. Ich hoffe, das geht klar.

Nicht schlecht Herr Specht

März 3rd, 2014

Man kann sich ja wirklich sicher sein, dass alles was auf einer Bühne passiert, ob das nun Poesie für betrunkenes Jungvolk ist oder Poesie für Demenzkranke, irgendwann einmal von irgendjemandem aufgenommen und auf Youtube gestellt wird. So ist das heutzutage und irgendwie ist es auch gut so. Nun ist also auch der dritte Text aus meiner Redensarten-Reihe hochgeladen worden. Hier gibt es “Nicht schlecht Herr Specht”. Gute Neuigkeiten: Wahrscheinlich ab Oktober gibt es ein Buch mit 10 Gedichten über Redensarten beim Satyr Verlag. Dann mit dabei: Holger die Waldfee, Mein lieber Herr Gesangsverein, Nicht schlecht Herr Specht, Heide Witzka, Schmitz’ Katze, Volker Racho, Heiliger Strohsack, Alter Schwede, Ach du liebes Bisschen und noch eines mehr.

Neue Formate

Januar 3rd, 2014

Immer nur Slam ist ja auch langweilig. Dead Or Alive Slams, Song Slams, Jeder gegen Jeden Slams, Random Slams, Buch Slams… der Begriff Slam wird von so vielen Leuten in den Mund genommen, dann man meinen könnte, irgendwann sei der Drops gelutscht. Ich mach mal munter mit und setze zwei drauf.

“Word!”

Gemeinsam mit Sebastian 23 habe ich das Format “Word!” auf die Beine gestellt: Dabei treten Slam Poeten und Rapper gemeinsam miteinander auf. Ein Abend voller Kopfnicken und Kopfnutzen bei dem nicht selten die Lager der Rap-Fans und der Slam-Fans im Raum gleich groß waren.

Foodslam

Seine Premiere erlebt am 16. Januar das wahnwitzige Format “Foodslam”. Nach einigen tollen Veranstaltungen in Restaurants mit Essen dazugereichter Slam Poetry gibt es in der legendären Freitagsküche Frankfurt den ersten Foodslam! Dabei treten, man lese und staune, drei Poeten gegen drei Köche an. In drei Runden messen sich Vorspeise, Hauptgericht und Desert gegen Sebastian 23, Theresa Hahl und mich. Das Publikum entscheidet wer besser war: Gericht oder Gedicht? Ich suche jetzt schon Restaurant in ganz Deutschland für weitere Foodslams. Weil ich gerne esse.

Mein lieber Herr Gesangsverein

Dezember 20th, 2013

Die deutschen Meisterschaften im Poetry Slam 2013 in Bielefeld sind nun schon einige Zeit vorbei und nach meinem Urlaub in Thailand komme ich nun dazu die neuen Videos zu posten. Im Team konnte ich mit Julian Heun und Bleu Broode als Bottermelk Fresch nach nur dreiwöchiger Vorbereitungszeit den Titel holen. Und im Einzeln bin ich mit Holger die Waldfee, Nicht schlecht Herr Specht und Mein lieber Herr Gesangsverein Zweiter geworden. Das ist ein gutes Ergebnis und schrecklich egal ist es auch. Poetry Slam halt.

!!!!Und hier sind wir ab Minute 33 und ab 1:39:00 als Team. Schön war es!!!!

Neues schönes Video über Weckworte

November 4th, 2013

Die Nachfrage bleibt überwältigend. Mein Projekt Weckworte findet immer häufiger überall in Deutschland statt. In über 100 Fortbildungen und Vorträgen haben über 1000 Angehörige, Pflegende und Schüler gelernt wie man Poesie für Menschen mit Demenz, geistiger Behinderung oder sonstigen Einschränkungen vorträgt. Hier ein toller Bericht über ein Projekt im Norden.

Larsis lyrische Lebensberatung

September 18th, 2013

Von nun auf Radio Fritz: http://www.fritz.de/media/podcasts/serien/larsi.html

Weckworte im NDR

August 21st, 2013

Ein sehr nettes Team vom NDR hat mich bei einem Weckworte Projekt für Menschen mit geistiger Behinderung in Rotenburg bei Bremen begleitet. Dank geht an die Rotenburger Werke.

Hier geht es zum Beitrag in der Mediathek.

Auftragsnummern

August 12th, 2013

Hinter mir liegen drei Tage Poetry Slam Workshop im Rahmen des Georg Büchners Festivals “Büchner200″ in Darmstadt. Erfahrene, weniger erfahrene und vollkommen unerfahrene Jugendliche aus ganz Deuschland kamen selbst organisiert nach Darmstadt, kamen per Mitfahrgelegenheit und Zug, schliefen in Jugendherbergen und Couchsurfingcouches. Damit hatte ich nicht gerechnet.

Begleitet wurde das Projekt von Sacha und Tommy von der Liechtensteiner Gruppe “Benefactum”. Mit ihrer mobilen Küche bekochten sie schon Gorleben Demonstrationen, die Occupy Proteste in Frankfurt und viele andere, auch unpolitischere Veranstaltungen: immer vegan. Nach Möglichkeit kochen diese Meisterköche mit Lebensmitteln, die der Handel oder der Erzeuger weggeworfen hätte. Wie viele Lebensmittel das sind konnte ich mit eigenen Augen in Darmstadt sehen und mit eigenem Kopf auf Deutschland hochrechnen und feststellen, wie wichtig es ist, durch solche Aktionen auf diese haarsträubende Verschwendung von Ressourcen aufmerksam zu machen.

Workshop und Essen waren umsonst bzw. gegen kleine Spende erhältlich. So wurden wir in den drei Tagen zu einer Anlaufstelle für Bedürftige, Obdachlose und Banker gleichermaßen. Mich hat erstaunt, wie viele Menschen die tolle Büchnerbox am Hauptbahnhof sehen, die vielen Menschen davor, ein Poet auf einer Bühne, die Schilder die auf veganes Essen und Poesie hinweisen und dann zum Hauptbahnhof gehen um dort die üblichen Yormas-Sandwiches zu kaufen.

Ich konnte beobachten, wie sehr sich der größer werdende soziale Aspekt unseres Projektes auf sie Texte der Poeten ausgewirkt haben. Die jungen Dichter halfen tatkräftig mit, das Essen zu machen und zu verteilen, deckten die Tische für Obdachlose und verzauberten mit Texten von höchstem Niveau und Relevanz.

Genau das ist es, was mir bei den meisten Poetry Slams fehlt: Relevanz. Politisches Engagement über den FDP Witz hinaus. Die Texte der jungen Dichter aus dem u20 Bereich strotzen vor Mitteilungsbedürfnis über die Missstände in der Welt und ihre eigene Rolle darin. Ein Großteil der Texte der etablierten Slam Poeten strotzen vor nichts. Oberflächlichkeit und Angst vor Aussage und Pathos. Kein Schmackes, etwas Neues zu wagen, etwas mit Sprengkraft zu behaupten. Wer es tut wird gleich Kabarettist genannt.

Ich finde, dass es die Aufgabe der Slam Poeten ist, das Privileg zu nutzen, Tag vor so vielen zuhörenden Menschen stehen zu können. Das habe ich vor 2010 im Anbetracht der politischen Ereignisse in Tunesien gedacht, vor Kurzem wegen den Protesten in Istanbul, bei jedem Text von Till Reiners, den Beat Poeten und bei jedem Text von irgendeinem Slam Poeten, der mir schon kurz nach dem üblichen “Danke” wieder total egal war.

Denn leider wurde das Publikum in manchen Teilen des Landes so erzogen, von Poetry Slammern Unterhaltung zu erwarten. Die weitläufige Meinung, Poetry Slams seien von lustigen Texten dominiert ist altbacken, wenn auch in Teilen richtig. Es ist aber nicht der Poetry Slam an sich, der von lustigen Texten geprägt ist, sondern das Booking der Veranstalter, die Angst haben, die Leute laufen weg, wenn plötzlich die Lyriker oder die Politischen kämen, weil zu Gunsten der Unterhaltung die ersten 20 Slams allesamt so gebucht wurden, dass die Leute vor Lachen in die Club Mate weinten.

In jeder Diskussion über witzige Texte beim Poetry Slam sage ich, dass Poetry Slam zur Unterhaltung gemacht wurde und nur weil das Publikum lacht, heißt es nicht, dass auf der Bühne gerade Comedy stattfindet. Poetry Slam soll Spaß machen, dazu gehören ausgelöste Traurigkeit, Wut oder Lachen gleichermaßen. Der Lachanlass ist entscheidend: Machen wir uns mit kalauernden Proleten gemein oder berühren wir die Leute mit dem was uns mal ausgemacht hat: Spaß mit Worten, Nochniegesagtem, Nochniesogesagtem und echter Poesie. Dass das geht sieht man zum Beispiel auch hier:

Ich glaube, dass Poetry Slam auch eine politische Auftragsnummer hat. Und dass das Publikum diesem nicht verschlossen ist. Slam Poeten können Themen originell und witzig ausdrücken und auch mit schwierigen Themen unterhalten. Wenn es doch nur mehr täten! Es würde das Profil der Slam Poetry im Speziellen und des Poetry Slams im Allgemeinen stärken. Wenn man schon beim Poetry Slam mitmacht und einem alles egal ist, dann sollten die anderen aufpassen, dass der Poetry Slam als Ganzes nicht egal wird.